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Heute bin ich ziemlich unglücklich. Ein Gefühl wie amputiert, ein dreibeiniger Hund. Man humpelt so vor sich hin und kommt irgendwie vorwärts, langsam und beschwerlich. Clumsy.

Und dann erst dieses Selbstmitleid. Dieser Pathos. Kann es selbst schon nicht mehr hören. Vielleicht sollte ich nicht immer davon erzählen, wie ich mich fühle, sondern lieber, was ich mache. Das außen in all seiner Trivialität. Genauso profan wie das innen.

"What are you doing?", fragte das frühe Twitter-Layout damals. Und wir schrieben, was wir taten, und was wir aßen, ich besonders, was ich las und wie der Himmel aussah.

Heute kaufte die Frau an der Kasse vor mir genau dasselbe wie ich. Und eine Frau, die mit mir am Bahnsteig auf die U-Bahn wartete, las dasselbe Buch wie ich.
Heute stand ich am Fenster des Bankenturms, zwanzig Stockwerke unter mir, und überlegte, wieviele der Menschen in diesem Gebäude wohl glücklich sind.

Hauptsache, wir sind alle beschäftigt. Dann fragt niemand: "bist du glücklich?".
saibhu meinte am 8. Mrz, 23:39:
Es gibt ja noch die umgekehrte Theorie.... Hauptsache wir sind unglücklich, sonst würden wir unseren Beschäftigungen nicht mehr nachgehen. 
Klar-a meinte am 9. Mrz, 21:59:
...ich bin heute eine dreibeinige Katze....auch nicht besser......aber immerhin reichlich beschäftigt......und zufrieden unglücklich 
queen of maybe meinte am 10. Mrz, 13:45:
Ich frage mich ja, ob man ueberhaupt ankommen kann. Im Glueck.

Und wenn nicht, dann ist es doch gut, wenn man etwas zu tun hat, waehrend man sich dem Glueck annaehert. Etwas, das einen vom eigentlichen Ziel ablenkt, und wovon man ueberrascht aufsehen kann, wenn man ihm viel naeher kam als gedacht. 
fragmente antwortete am 10. Mrz, 23:05:
Glücklich sein ist entweder eine Momentempfindung (wenn die Lichter ausgehen, kurz bevor die Band auf die Bühne kommt) oder eine Klammer, die wir im Nachhinein um eine Zeitspanne legen (ohne uns währenddessen dem Glück bewußt zu sein). 
Quilt meinte am 10. Mrz, 13:49:
die Frage ist doch: wen machen wir glücklich :) 
nachtschwester meinte am 11. Mrz, 15:11:
Quilt bringt es auf den Punkt, die Frage ist falsch.
Es gibt eine Welt außerhalb des eigenen Ich. Zwanghaft um sich selbst kreisen heißt, den Rest verpassen. 
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