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Sie fand Beschreibungen für sich, die sich auf Adjektive beschränkten, und empfand ihre innere Brüchigkeit weniger.
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Ich misstraue den Untiefen der Abstraktion.
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Das Problem mit diesen online-Partnerbörsen.
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Auch das habe ich ausprobiert, ich wohnte noch in Berlin, es ist schon ein paar Jahre her. Mir wurde ein Koch aus Sachsen vorgeschlagen, als "perfect match". Das kann nicht richtig sein, dachte ich, und meldete mich wieder ab. Nur den Newsletter, den bin ich bis heute nicht losgeworden.
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Man lernt eine ganze Menge über sich selbst bei der Partnersuche. Selbsterfahrungstrip deluxe. Zahlen, Werte, Mathematik - sie sind wie Koodinaten, die helfen können, sich selbst einzuordnen.
Ich habe gelernt, daß es Männer gibt, die mich wollen. Ich habe auch gelernt, daß ich keinen Partner um jeden Preis suche. Es kostet alles.
Immer wieder hoffen, und immer wieder enttäuscht werden, das ist, was man für diesen Selbsterfahrungstrip bezahlt.
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Meine Freundin Christina hat sehr lange versucht, schwanger zu werden. Eines Tages setzte sie sich hin und überlegte, wie es wäre, wenn sie zu zweit blieben, ihr Mann und sie, und es kein Kind gäbe. Und irgendwann, so erzählte sie, war diese Vorstellung für sie okay,
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Ich stelle mir manchmal vor, wie es wäre, wenn ich nie einen Partner finde. Komischerweise kreisen meine Gedanken eher um das Außen als um das Innen. Gelegentlich fehlt mir die Schulter, aber was mich beim Gedanken, für immer alleinstehend zu bleiben, eher bedrückt, ist die Reaktion meiner Eltern, der Arbeitskollegen, der Außenstehenden. Immer wieder erklären müssen, daß es keinen Mann gibt.
Ärgerlich, unnötig und oberflächlich, sich über sowas Gedanken zu machen. Vielleicht noch ein Relikt aus einer Zeit, als eine Frau nichts galt ohne Mann. In mir drin aber kann ich den Gedanken, ohne Partner zu bleiben, schon viel besser aushalten als noch vor ein paar Jahren. Man wächst da so rein, irgendwie.
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Ich bin mir selbst ein guter Partner, denke ich manchmal.
nanou meinte am 8. Jul, 00:01:
Ja, man wächst da so rein.
Die Sehnsucht ist das eine - die Realität das andere - (Oh, das klingt banal, ich meine das aber serious.)
Habe grade die Assoziation von Bridget Jones (Teil 1), in dem diese "Paar-anoja" gut übertrieben dargestellt wurde.
Und dann sehe ich einige Partnerschaften, bei denen man sich mitunter fragt, was die beiden noch zusammen hält ... Das will doch auch keiner... 
Michael Mayer meinte am 8. Jul, 06:08:
Das ist des Pudels Kern: Sich selbst richtig liebzuhaben ist oft gar nicht so einfach. Wenn man's dann kann, ist man sich auch ein guter Partner. Ich könnte mir "wer weis was" wünschen, aber ich hab's aufgegeben, weil zuviel passiert. Und genau wie Sie sagen, ich bin reingewachsen und jeden Tag wachse ich ein kleines Stückchen weiter und jeden Tag hab ich ein wenig Spaß daran mir dabei zuzusehen. Passend zum Thema erhielt ich heute eine Mail von so einer "Abzockfakepuppe", die mich zu Getafriend lotsen wollte. Total falscher Empfänger :-) 
Spezialistin meinte am 8. Jul, 09:34:
Ich habe mich auch sehr sehr lange und immer wieder auf einschlägigen Internet Seiten (online single börsen) herum getrieben und ähnliche Erfahrungen gemacht: Ja, wenn das die Alternativen sind, dann bleib ich lieber allein!
Kann gut und lange allein sein, fühlte mich manchmal jedoch in meiner Umgebung als Außenseiter.....Lauter Pärchen und mitlerweile noch mehr Familien....und ich eben!!!

Dennoch, ich gebe die Hoffnung nicht auf...;-) und schau mal, was so passiert!!! 
kid37 meinte am 8. Jul, 11:35:
Sich selbst immer wieder (erneut) erklären zu müssen, strengt an - auch bei anderen Themen. Da gibt es aber Strategien, solches Nachfragen abzubiegen. (Aber es gibt diese Tage, an denen man zu müde...) Nach meiner Erfahrung übrigens läuft man beim zu eifrigen Suchen am Glück manchmal einfach vorbei. 
kittykoma meinte am 8. Jul, 13:18:
ja, ich glaube, die innere programmierung gibt es: eine frau bekommt ihren wert erst durch einen mann. bei mir sitzt sie sehr sehr tief. ich habe aber auch eine ehe und eine lebenspartnerschaft hinter mir, in der nächsten stecke ich drin, serielle monogamie eben. vielleicht weiß ich die vorteile des singlelebens deshalb nicht zu schätzen. mit der anderen lebensform muß man auch erst einmal umgehen können: anpassung, reibung, kompromisse, reales gegenüber, nicht der traumtyp.
das ding mit den partnerbörsen ist durch. ich glaube, es gibt mittlerweile einen großen prozentsatz leute, die dort nur suchen und nicht finden wollen. (das ist ein unterschied: möchte einen mann suchen und ich will einen mann finden.) keiner weiß mehr, wofür er sich entscheiden soll/kann/darf. zuviele optionen zu haben, ist kontraproduktiv. als ich mich nach einem jahr wieder akkreditiert habe, waren dort die üblichen verdächtigen unterwegs, die mir auch schon vorher vorgeschlagen wurden.
das mit dem koch aus sachsen (bei mir war es ein leitender polizeibeamter) stößt uns aber auch auf den fakt, daß wir uns weigern, uns gesellschaftlich nach unten zu orientieren, weil der status des mannes uns wichtig ist. 
Frau Rossi antwortete am 8. Jul, 13:30:
Nur weil er Koch ist, steht er im Status weiter "unten"? Wo steht das denn? Männer, die kochen können, belegen auf meiner persönlichen Hitliste die oberen Ränge. Verdiensttechnisch gesehen bekommt jeder Koch mehr als ich und mittlerweile kenne ich etliche Handwerker mit Abitur. Ich denke, es lag wohl eher am Dialekt, oder? 
kittykoma antwortete am 8. Jul, 13:34:
ja, ich finde köche auch ziemlich sexy... 
timanfaya antwortete am 8. Jul, 16:40:
serielle monogamie. das muß ich mir für meinen lebenslauf unbedingt merken. ich bin übrigens auf so 'ner plattform zum perfekten partner gekommen [allerdings wurde sie mir nicht vorgeschlagen. sowas albernes.]. und ich bin nicht der einzige [es gab einen kreis in ganz deutschland der sich unregelmäßig traf]. das gemeinsame, was alle verband: die, die dort jemanden gefunden haben haben nicht wirklich etwas gesucht, sondern das ganze als eine art vorstufen-beta-blog genutzt. meine lebenserfahrung schlechthin: wer etwas sucht, wird es selten finden. ich plane selten und stolpere privat und beruflich schon mein ganzes leben von einen zufall in den nächsten. und fahre verdammt gut damit ...

p.s.: ich wurde von "ihr" zu meinem 40. zu herrn kotaska eingeladen [http://www.lasociete.info/]. mal davon abgesehen, daß der mit abitur kocht - in dem laden ist wirklich das ganze "ziemlich sexy" ... 
muh-muh meinte am 8. Jul, 17:25:
Sie sprechen mir aus der Seele, auch den anderen Kommentatoren ist nur zuzustimmen. Ihnen fehlt die Schulter und mir jemand, der sich anlehnen mag, den manN auffangen und festhalten kann / soll / darf.
Irgendwie muß ich bei diesem (leidigen) Thema immer an das Lied "Chancenlos" von Annett Louisan denken: "So viele Dinge bekommt man erst dann
wenn man sie nicht mehr gebrauchen kann
Das Schicksal lacht dich aus, voll Ironie,
es zieht dich rein und raus, spielt Lotterie."

Aber, Frau Rossi, ich muß Frau Kitty zustimmen: Man orientiert sich nicht (weit) nach unten. Ich habe das einmal außer Acht gelassen, es hätte beinahe ganz ganz böse geendet. Nein, ich gebe nicht ihr die Schuld, sondern mir, muß ich sagen. 
sammelmappe meinte am 8. Jul, 19:23:
Klar, kann sich frau ein guter Partner sein. Und manchmal ist es besser allein zu sein, als in einer ewig streitenden und aufreibenden Beziehung.
Klar, macht es wenig Sinn, etwas was nicht ist, herbeizaubern zu wollen. Denn mit dem Zaubern klappt es halt nicht immer.

Aber es ist legitim, dass Sie sich einen Partner wünschen! Ein sehr selbstverständlicher Wunsch. Ich kann aus Erfahrung sagen: Es macht das Leben einfacher und erfreulicher.

Ein Leben ohne Kind mit ein Leben ohne Partner zu vergleichen ist der typische Äpfel mit Birnenvergleich.
Oder vielleicht auch nicht? Es gibt Menschen, die ohne Kinder leben können und es gibt Menschen, die dabei kreuzunglücklich werden. Nicht nur, weil es ihnen zeigt, dass nicht alles nach ihrer Vorstellung im Leben läuft.

Btw: ich denke, dass Ihre Qualifikation durchaus etwas damit zu tun hat, dass es für Sie kompliziert ist, einen netten Partner zu finden. Aber ganz sicher nicht, weil Sie zu wählerisch wären. 
fragmente antwortete am 8. Jul, 19:33:
Das mit der "Qualifikation" haben Sie nett ausgedrückt.
Ich finde Köche übrigens auch toll, schließlich esse ich gerne, und wer weiß, vielleicht wäre er der richtige für mich gewesen.
Ich stelle nur gelegentlich fest, daß mein akademischer Hintergrund, meine Scharfzüngigkeit und sprachliche Gewandheit von Männern, die selbiges nicht im gleichen Maße besitzen, als bedrohlich empfunden wird. Natürlich kann alles ganz anders kommen, nur war mein Urvertrauen in ein Programm, daß angeblich den Partner mit möglichst großer Übereinstimmung sucht, aufgrund dieser Auswahl etwas getrübt. Mein Technikglaube reichte nicht aus, um zu glauben, daß das Programm ins Herzen der Menschen schaut. 
steppenhund antwortete am 9. Jul, 13:23:
Kompatibilität
Ich behaupte einmal, dass es ohne einen kulturell-intellektuellen Einklang schwer zu einer dauerhaft befriedigenden Beziehung kommen kann.
Ausnahmen können zwar die Regel bestätigen, aber ein wirklich funktionierendes Paar habe ich noch nicht gesehen, bei dem der Bildungsunterschied mehr als ein halbes Schulniveau auseinanderlag. Wobei ich durchaus Köche kenne, deren Horizont etwas weiter gespannt ist. 
blogger.de:c17h19no3 meinte am 16. Jul, 22:20:
ich habe früher immer gesagt, wenn ich mich selber heiraten könnte, würde ich´s tun. gottseidank geht das nicht. ehrlich gesagt, ich hätte mich vermutlich scheiden lassen müsen. ;) 
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