Post-its im Speziellen und Notizzettel im Allgemeinen sind meiner Erfahrung nach zur Organisation und Erinnerung völlig ungeeignet. Trotzdem hat der Mensch das Bedürfnis, wichtiges mal eben kurz auf ihnen zu notieren, gerne auch buchstabensparend. Wochen später tauchen diese Zettelchen dann wie ein Wal oder ein U-Boot aus dem Meer des Unbewußten oder des Schreibtischwusts auf. 103U steht da dann drauf, und der Mensch grübelt und grübelt. Analog zu Bäumen, die umfallen, wenn niemand in der Nähe ist, stellt sich auch hier die philosophische Frage: war etwas wichtig, das man so gründlich vergessen hat? Offensichtlicherweise hat sich die Welt weitergedreht und wir haben unser Leben weitergelebt, ohne daß in der Sache 103U irgendjemand irgendetwas unternommen hat.
Ich habe mir Anfang Februar ein kleines gelbes Post-it auf meinen Monitor geklebt, auf dem steht: 10.3. Danach ist diese Information in meinem Unterbwußtsein untergetaucht und ich habe jeden Tag 8 Stunden und mehr auf meinen Monitor geblickt, ohne dieses Post-it überhaupt wahrzunehmen. Letzte Woche tauchte es wieder auf und piepte seitdem leise, aber konstant, auf dem Radar meines Bewußtseins.
Immerhin: 10.3. ist eindeutig ein Datum. Was also, verdammt, ist am 10.3.? Nach einer schlaflosen Nacht (Piep!) war ich mir ziemlich sicher: am 10.3. hat Justyna ihre letzte Prüfung und jenes Post-it sollte mich daran erinnern, ihr viel Glück zu wünschen.
Ein gewisses Unbehagen blieb, und so konsultierte ich nach einer weiteren Nacht mittelmäßigen Schlafes das Primärwerk meiner Organisation: das Karteikästchen. Das Karteikästchen beinhaltete eine Karteikarte, die besagte, daß Justyna am 14.3. ihre Prüfung hat. Mist.
Mein Kollege meinte ja, ich hätte mir den 10.3. notiert, weil er ab da erst zwei Wochen außer Haus und dann zwei Wochen im Urlaub weilt, ich somit das Büro ab diesem Stichtag vier Wochen für mich alleine habe. Sachlich richtig, inhaltlich falsch. Das glaubt mir jetzt wieder keiner, aber ich mag den Kollegen ganz gerne.
Fest steht: der 10. März ist heute, und mir ist rechtzeitig wieder eingefallen, warum ich mir dieses Datum notiert hatte: vor vier Jahren habe ich den ersten Eintrag in dieses Weblog geschrieben. In den letzten drei Jahren wurde ich hin und wieder von diesem Datum überrascht und überrollt, also habe ich mir ein Post-it geschrieben, um mich daran zu erinnern (was beinahe gescheitert wäre.)
Am besten gefällt mir ja, wenn sie mal runterscrollen, links diese Leiste "Archiv" und wie die Monate Wellen werfen. Mal hoch, mal tief. Kann man dem mehr hinzufügen?
Letzte Woche habe ich 3 (drei) Emails von Lesern bekommen, die mir mitteilten, daß sie mögen, was ich schreibe. (Somit erhöht sich die Gesamtzahl an Fanpost auf 4 (vier).)
Du kannst keinen falschen Satz schreiben steht in der einen. Ein Mann schreibt, daß er trotz der unendlichen Möglichkeiten des Internets (Pornogrrafie!) am liebsten hier liest. Ich wurde von einer Sympathiewelle zu Ihrem virtuellen Ich erfasst schreibt die Dritte.
Seit etwa drei dieser vier Jahre habe ich ziemlich konstant 250 Hits am Tag. Für mich war A-Bloggertum nie erstrebenswert. Ich empfinde es als besonders großes Glück, dieses kleine, handverlesene, optimale Publikum zu haben. Die Trolle trollen woanders und die meisten der Kommentare, die ich bekomme, zeigen, daß die Leser der Fragmente verstehen, worum es geht und einen gewissen Tiefgang besitzen.
Auch hier suche ich wieder nach einem Satz zum Abschluß und finde keinen. Also weiter. Nach den ersten 365 Tagen gab es die Option, in den Kommentaren Fragen zu stellen bzw. sich Content zu wünschen. Wollen wir das auch dieses Jahr so machen?
Ich habe mir Anfang Februar ein kleines gelbes Post-it auf meinen Monitor geklebt, auf dem steht: 10.3. Danach ist diese Information in meinem Unterbwußtsein untergetaucht und ich habe jeden Tag 8 Stunden und mehr auf meinen Monitor geblickt, ohne dieses Post-it überhaupt wahrzunehmen. Letzte Woche tauchte es wieder auf und piepte seitdem leise, aber konstant, auf dem Radar meines Bewußtseins.
Immerhin: 10.3. ist eindeutig ein Datum. Was also, verdammt, ist am 10.3.? Nach einer schlaflosen Nacht (Piep!) war ich mir ziemlich sicher: am 10.3. hat Justyna ihre letzte Prüfung und jenes Post-it sollte mich daran erinnern, ihr viel Glück zu wünschen.
Ein gewisses Unbehagen blieb, und so konsultierte ich nach einer weiteren Nacht mittelmäßigen Schlafes das Primärwerk meiner Organisation: das Karteikästchen. Das Karteikästchen beinhaltete eine Karteikarte, die besagte, daß Justyna am 14.3. ihre Prüfung hat. Mist.
Mein Kollege meinte ja, ich hätte mir den 10.3. notiert, weil er ab da erst zwei Wochen außer Haus und dann zwei Wochen im Urlaub weilt, ich somit das Büro ab diesem Stichtag vier Wochen für mich alleine habe. Sachlich richtig, inhaltlich falsch. Das glaubt mir jetzt wieder keiner, aber ich mag den Kollegen ganz gerne.
Fest steht: der 10. März ist heute, und mir ist rechtzeitig wieder eingefallen, warum ich mir dieses Datum notiert hatte: vor vier Jahren habe ich den ersten Eintrag in dieses Weblog geschrieben. In den letzten drei Jahren wurde ich hin und wieder von diesem Datum überrascht und überrollt, also habe ich mir ein Post-it geschrieben, um mich daran zu erinnern (was beinahe gescheitert wäre.)
Am besten gefällt mir ja, wenn sie mal runterscrollen, links diese Leiste "Archiv" und wie die Monate Wellen werfen. Mal hoch, mal tief. Kann man dem mehr hinzufügen?
Letzte Woche habe ich 3 (drei) Emails von Lesern bekommen, die mir mitteilten, daß sie mögen, was ich schreibe. (Somit erhöht sich die Gesamtzahl an Fanpost auf 4 (vier).)
Du kannst keinen falschen Satz schreiben steht in der einen. Ein Mann schreibt, daß er trotz der unendlichen Möglichkeiten des Internets (Pornogrrafie!) am liebsten hier liest. Ich wurde von einer Sympathiewelle zu Ihrem virtuellen Ich erfasst schreibt die Dritte.
Seit etwa drei dieser vier Jahre habe ich ziemlich konstant 250 Hits am Tag. Für mich war A-Bloggertum nie erstrebenswert. Ich empfinde es als besonders großes Glück, dieses kleine, handverlesene, optimale Publikum zu haben. Die Trolle trollen woanders und die meisten der Kommentare, die ich bekomme, zeigen, daß die Leser der Fragmente verstehen, worum es geht und einen gewissen Tiefgang besitzen.
Auch hier suche ich wieder nach einem Satz zum Abschluß und finde keinen. Also weiter. Nach den ersten 365 Tagen gab es die Option, in den Kommentaren Fragen zu stellen bzw. sich Content zu wünschen. Wollen wir das auch dieses Jahr so machen?
fragmente - am 2008-03-10 10:22
Frau Klugscheisser meinte am 10. Mrz, 11:27:
Herzlichen Glückwunsch
was ich hier schätze, ist diese absolute, schonungslose Ehrlichkeit, mit der Sie schreiben. Wenn ich sie auch nicht immer vertrage (lese ich halt zwischendurch paar Tage woanders).Und was wünschen und fragen Sie sich denn so?
fragmente antwortete am 10. Mrz, 11:29:
1. ein baldiges, erfolgreiches Ende des Projektes, an dem ich arbeite2. Sex (leidenschaftlich)
3. den Eltern Gesundheit
Spacecaptain meinte am 10. Mrz, 14:19:
Ich wünsche mir...
...möglichst wenig Neuzugänge in der Rubrik "Verletzungscontent", ich schrecke heute noch ab und zu verschwitzt und verwirrt aus dem Schlaf und bleibe dann den Rest der Nacht wach, sicherheitshalber....dass Sie mir, wenn auch unfreiwillig, auch für die kommenden 365 Tage ein Begleiter bleiben werden und
...dass Sie auch mal falsche Sätze schreiben können.
glamourdick meinte am 10. Mrz, 14:24:
happy anniversary darling fragmente!
rosenlippenmaedchen meinte am 10. Mrz, 17:33:
Ich wünsch mir ... darf ich überhaupt? - nochmal vier Jahre. Weil ich heute erst hierher gefunden hab. Wie dumm von mir. Wenn das zu viel gewünscht ist ... wünsch ich einfach alles Gute.
hmw meinte am 10. Mrz, 18:08:
Hallo,Sie sind ja eine Verfechterin des nicht fuer-die-Leser-Schreibens. Nicht nur das macht es schwer, mir 'content' von Ihnen zu wuenschen. Aber wenn in den naechsten Jahren hin und wieder ein vorgelesener Text dabei ist, werde ich mich freuen.
Gruesse
Wasserträgerin meinte am 10. Mrz, 18:10:
Keine Wünsche
Ich empfinde Sie als sehr Ehrlich. Der Grund warum ich hier regelmäßig lese. Sie geben einem das Gefühl von Authentizität. Ausserdem sind ihre Wünsche so nachvollziehbar :-)Herzlichen Glückwunsch zum 4jährigen
arboretum meinte am 10. Mrz, 21:18:
arboretum gratuliert mit einem Strauß Hyazinthen.Bitteschön, ein bisschen Frühling und meinen Glückwunsch!
MettesMessage meinte am 10. Mrz, 21:21:
Glückwunsch zum 4-jährigen! Danke für die dauerhafte Ehrlichkeit und Inspiration. Danke fürs Durchhaltevermögen! Ich habe keine Wünsche außer das es so weitergeht...
walhalladada meinte am 10. Mrz, 22:38:
Es wird Sie überraschen oder auch nicht, aber seitdem ich meine 'Praxis' eröffnet habe, sind Sie mir eine 'Felsin' in der täglich tosenden Blogbrandung. Mögen Ihre Wünsche doch in Erfüllung gehen!
blogger.de:lorettalametta meinte am 11. Mrz, 13:47:
Liebe Frau Fragmente, ich wünsche Ihnen und uns, daß Sie weitermachen , in welche Richtung auch immer das gehen wird.
Herzlichen Glückwunsch zum bisherigen Werk !
Sie sind nicht nur geblogrollt *g, sondern das Grundwortamt hat Sie auch sonst gerne im Auge.
Im schönsten Auftrag
Cara
(ein bißchen durch die Hintertür mit dem Kommentar hier, aber anders will es einfach nicht funktionieren, sorry)
blogger.de:novemberregen meinte am 12. Mrz, 20:12:
Die Wellen sind wunderschön. Herzlichen Glückwunsch zu den vier Wellenjahren. Hier fragt keiner was, das hemmt mich jetzt ein bisschen. Aber als zutiefst neugierige Person frage ich trotzdem. 4 Jahre sind eine lange Zeit. Hat sich etwas beim Schreiben verändert? Schreiben Sie jetzt (bewusst) anders als anfangs? Sicherlich haben Sie auch einige Leser persönlich kennen gelernt. Hat das eine Auswirkung auf Ihr Schreiben? Und: was finden Sie am schönsten daran, an Ihrem Blog?
Vielleicht haben Sie dieses Thema schon an irgendeiner Stelle aufgegriffen. Dann Verzeihung - ich bin ja noch nicht so lang hier.
fragmente antwortete am 13. Mrz, 22:10:
Beim Schreiben ist das erste Jahr entscheidend - danach ändert sich fast nichts mehr. Ich habe die rückblickend extrem smarte Entscheidung getroffen, in den ersten Monaten keine Kommentare zu haben, und konnte so ungestört meinen eigenen Stil und die mir wichtigen Themen finden.Kleine Veränderungen gibt es sicher weiterhin, weil ich mich als Person ja auch verändere. Ich finde, ich bin etwas weniger krampfig als am Anfang und habe etwas mehr Humor, ähnliches sagen Außenstehende auch über meine persönliche Entwicklung.
Natürlich habe ich in den Jahren - vor allem in Berlin - viele Blogger und Bloggerinnen kennengelernt. Es haben sich Freundschaften entwickelt ebenso wie Abneigungen, man hat sich angenähert und oft auch wieder voneinander entfernt. Ich hab' mich verknallt, meistens unerwidert, aber nicht immer.
Was mir wichtig war, habe ich gebloggt. Natürlich ist es seltsam, über Menschen zu schreiben, die mitlesen, aber ich konnte das immer gut vor mir selbst vertreten. Manchmal habe ich diese Texte aus Rücksicht mit ein wenig Kryptik gewürzt.
Was finde ich am Schönsten an meinem Weblog?
Etwas zu schaffen. Die Kreativität. Die Texte, die gelingen. Sie wiegen all diejenigen auf, die nicht gelingen.
blogger.de:novemberregen antwortete am 16. Mrz, 11:50:
Ganz herzlichen Dank für die Antworten :-)
zahnwart meinte am 21. Mrz, 19:33:
Machen Sie so weiter wie bisher, bitte. Contentwünsche, was soll das denn sein? Nein, Sie machen das schon richtig. Ich lese Sie in jedem Fall immer wieder gern.
