Crush
devastating dates
einsaetziges
Frau Fragmente telefoniert
kommentierte Links
Robot und Linda
Rounders
Schwermut
Styroporn
sweetness
The Cure
Verletzungscontent
warum machen Sie das eigentlich
Weihnachten!
Wurzeln
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren

 
Schlechte Tage. Ein stumpfer Fleck auf einer glatten Fläche: meine Zerbrechlichkeit. Ich wische drüber, immer wieder. Es geht nicht weg.

Wenn ich auf einer Brücke stehe, dann habe ich Angst, daß ein Windstoß mir unter den Mantel fährt und mich zerlegt in Metallstäbe, Schrauben, Röhren, Eisenstangen, Zahnräder.

Das kann doch so nicht weitergehen. So kann ich nicht alt werden. Dies sind keine angemessenen Reaktionen.

Ich muß härter werden.
julya meinte am 1. Nov, 11:56:
zerbrechlichkeit
kann auch schützen. ich würde sie nicht wegwischen. 
phileas meinte am 1. Nov, 12:35:
auf der glatten Fläche
würden Sie vielleicht ausrutschen. Wenn da Ihre Zerbrechlichkeit stumpf wirkt, gibt Sie Ihnen Halt.
Und sollten Sie tatsächlich aus solchem Metallzeux bestehen, zerbrechen Sie auch nicht so schnell, dann werden Sie höchstens klapprig oder fangen an zu quietschen.
Aber, so oder so, "härter werden" ist ein Teufelskreis. Geschmeidigkeit hingegen ist es, was lebendiges Befinden hervorruft. 
fragmente antwortete am 1. Nov, 13:16:
Es wäre mir lieb, wenn meine Leser den Hinweis "bitte keine Ratschläge" etwas ernster nehmen würden.

Sie alle, die hier lesen und kommentieren, sind doch klug und wissen: es gibt keine einfachen Lösungen. Und wohl auch keinen Ausweg. 
phileas antwortete am 1. Nov, 16:15:
Meinen Sie damit,
daß Sie einfach gern schwierig sind? Oder warum gibt es keinen Ausweg?
Wenn Sie meine Anmerkung tatsächlich als Ratschlag empfinden, dann gut Nacht. 
fragmente antwortete am 1. Nov, 16:45:
Ich meine damit, daß Sie versuchen, mein Posting auf Biegen und Brechen positiv umzudefinieren. Dahinter steht sicherlich die ehrenwerte Absicht, mir Hoffnung vermitteln zu wollen. Es wirkt aber in aller erster Linie bevormundend, wenn Sie mir die Kompetenz absprechen, meine eigene Gefühlswelt einschätzen zu können.

einfach+gern+schwierig ist eine bemerkenswerte Aneinanderreihung von Worten. 
phileas antwortete am 1. Nov, 22:14:
knifflig.
Sie möchten im Schwierigen verharren. Wenn auch vielleicht nicht gern und nicht einfach.
Aber.

Na dann. 
engl meinte am 1. Nov, 14:15:
nein, kein ratschlag! ;-)
eine alte kriegergeschichte, die ich nur noch erzählen kann, deren quelle ich aber nicht (mehr) weiß, irgendetwas östlich asiatisches, vermutlich:
es gibt zwei arten, einen angriff zu parieren. die eine ist hart zu werden, undurchdringlich, daß keine waffe, kein schwert je durchdringen kann. alles prallt ab, äußerlich, nichts zeigt wirkung. die andere ist weich zu werden, ohne jeglichen widerstand, daß alle angriffe, waffen und klingen spurlos hindurchgleiten, ohne schaden anrichten zu können. das ergebnis also ist dasselbe, lediglich der zustand... es ist eine frage der entscheidung. 
fragmente antwortete am 1. Nov, 15:01:
Sich dahingehend zu verändern, daß man nichts mehr fühlt, erscheint mir erschreckender, als sich hinter Stahlplatten zu verschanzen. Wer nicht fühlt, existiert nicht.

Ich würde nur gerne lernen, angemessen reagieren zu können. Ein paar Tage traurig zu sein, vielleicht sogar zu büßen, dann eine langsame Besserung und schließlich wieder my usual self . Nicht immer unerwartet in diese tiefen Löcher zu fallen.

Ich fordere Rationalität, gar Verhältnismäßigkeit von meiner Gefühlswelt. Das mag im Widerspruch zu ihrer Natur stehen. 
antimaterie antwortete am 1. Nov, 16:47:
erstens ist das
nicht jackie chan, sondern aug um aug vs. die andere backe, und zweitens ist das überhaupt nicht dasselbe, sondern ein ziemlicher unterschied.

drittens können kommentare nur ratschläge sein. ratschläge oder blödes geschwätz, meistens beides, q.e.d.

ich wollte immer vulkanier oder ein roboter sein. deine erklärung gefällt mir: ich möchte nicht existieren. 
fragmente antwortete am 1. Nov, 16:56:
Manchmal ergänzen Kommentare ein Posting, machen das Bild runder. Manche Kommentare lese ich einfach wegen ihrer sprachlichen Schönheit sehr gerne. Manche Kommentare spielen mit verschiedenen Bedeutungsebenen, tragen eine codierte Nachricht an mich in sich.
Aber am besten sind die Kommentare, die mir vermitteln, daß mich jemand versteht, daß jemand beim Lesen meiner Zeilen mit dem Kopf genickt und gesagt hat: ja, so geht es mir hin und wieder auch.

Ich nicke nämlich ebenfalls mit dem Kopf bei manchen Weblogs. 
wise.up antwortete am 1. Nov, 18:21:
*nickt*
Ja, das tue ich auch... immerwieder und auch gerne bei Ihnen, Frau Fragmente! 
antimaterie antwortete am 1. Nov, 18:27:
ja, eben, aber
zu selten.

es lohnt sich nie zu warten, wenn man es nicht zwingen kann. es lohnt sich nie zu warten. es lohnt sich nie.

siehst du. 
antimaterie antwortete am 1. Nov, 18:32:
ich habe mich geirrt, das ist doch jackie chan: einen angriff blocken oder ihm ausweichen. zur hölle mit ihm, da ist die bibel ja noch tausendmal besser. disable or be disabled. geil. 
shesaiddestroy meinte am 1. Nov, 22:01:
Hmm. Das mit den "gutgemeinten" Ratschlägen kann ich schon noch nachvollziehen – wie soll man jemandem, den oder die man nicht kennt, schon sinnvolle Tipps zur fröhlichen Lebensgestaltung mitgeben. Aber: Ich fürchte, Du wirst Dich damit abfinden müssen, dass es immer wieder Leute gibt, die ein paar hingeworfene Zeilen als Anlass nehmen, "Lebenshilfe" zu geben. Wenn Du das nicht willst, bleibt Dir nur, die Kommentarfunktion bei entsprechenden Einträgen zu deaktivieren, andere Beiträge zu schreiben oder eben ständig "Keine Ratschläge!" zu rufen. Letzteres scheint aber Deine Leser zu überfordern. Was bezweckst Du da eigentlich? Gerichtete Kommunikation mit angezogener Handbremse? Oder ist es wirklich nur der Wunsch, öfters mal "ja, mir geht's genauso" zu hören? Dann würde ich mich fragen, ob ich mich im richtigen Medium aufhalte. Ich, wohlgemerkt. Will ja keine Ratschläge geben, hehehe... 
fragmente antwortete am 2. Nov, 13:15:
Ich habe die Kommentare übrigens nur deshalb geöffnet, weil Sie mir das geraten haben.

Und wo hat es mich hingebracht? ;-) 
  <