Jeder, der hin und wieder mit Schwermut zu kämpfen hat, weiß: das Wochenende ist eine besonders anfällige Zeit. Normalerweise gibt es keine Gewissheit, wann und ob einen der Schwermut überkommen wird, aber ich habe mich ja vor ein paar Tagen verletzt, selbst schuld, mag man mir zurufen, aber das macht es auch nicht besser. Deshalb, auch als Notiz an mich selbst, hier eine "to do" und "not to do"-Liste:
Dinge, die mich depressiv machen:
- der Baumarkt an der Storkower Straße, besonders Samstag abends
- 27,85 Euro im Baumarkt ausgeben
- denken, hey, die Wohnung sieht ja schon ganz gut aus, und dann feststellen, daß man eigentlich mal das Bad renovieren müsste.
- bestimmte Cure-Songs
- es nochmals mit Pornografie versuchen
- anderer Leute 200er-Listen lesen. Wie viel die schon gemacht haben. Und fast jeder hat #85 erlebt.
- spazieren gehen
- alte Rounders-Sachen lesen
- einen Blogeintrag über meinen Verrat an Ruth schreiben
Dinge, die die Depression abwenden/ verdrängen:
- streichen.
- bestimmte Cure-Songs
- "das Haus am Eaton Place" gucken
- ein Telefonanruf von Justyna
- freundliche und kluge Mails lesen
- Käsebrote mit Kirschmarmelade essen
"Bitte keine Ratschläge" steht in meinem Kommentarformular. Aber vielleicht mögen Sie einfach erzählen, was Ihnen gegen den Schwermut hilft?
Dinge, die mich depressiv machen:
- der Baumarkt an der Storkower Straße, besonders Samstag abends
- 27,85 Euro im Baumarkt ausgeben
- denken, hey, die Wohnung sieht ja schon ganz gut aus, und dann feststellen, daß man eigentlich mal das Bad renovieren müsste.
- bestimmte Cure-Songs
- es nochmals mit Pornografie versuchen
- anderer Leute 200er-Listen lesen. Wie viel die schon gemacht haben. Und fast jeder hat #85 erlebt.
- spazieren gehen
- alte Rounders-Sachen lesen
- einen Blogeintrag über meinen Verrat an Ruth schreiben
Dinge, die die Depression abwenden/ verdrängen:
- streichen.
- bestimmte Cure-Songs
- "das Haus am Eaton Place" gucken
- ein Telefonanruf von Justyna
- freundliche und kluge Mails lesen
- Käsebrote mit Kirschmarmelade essen
"Bitte keine Ratschläge" steht in meinem Kommentarformular. Aber vielleicht mögen Sie einfach erzählen, was Ihnen gegen den Schwermut hilft?
fragmente meinte am 16. Okt, 22:53:
Farbe auf der Haut. Zwischen 21:18 und 22:53 gestrichen. Ist gut geworden. Bin glücklich.
MedisonX meinte am 16. Okt, 22:58:
Seventeen Seconds
hat sicherlich ne Menge songs, die helfen, die Schwermut als etwas gegebenes zu akzeptieren. Sie verliert das bedrückende, wird leichter, erträglicher. Kombiniert mit einem guten Glas Rotwein (ok, vielleicht noch zweites) und einer halben Tafel Edelbitter Herrenschokolade gehts dann meistens. Spaziergänge am Wasser finde ich erquickend. Ich meine nicht Flüsse oder Seen. Ich spreche vom Meer oder zumindestens von grossen Flüssen, an denen man das Meer und die Weite spürt und die beengende Schwermut sich löst. Entweder gut eingepackt oder etwas sportiver - dann allerdings mit erhöhter Atemfrequenz. Anschliessend 2 Minuten mit geschlossenen Augen auf dem Kopf stehen und dann eine heisse Dusche und dann einen Teller mit - in kleine Stücke gebrochenen - Brand Zwieback (leicht gezuckert) mit kalter Milch. Ich mache jetzt einen Spaziergang am Wasser und denk ein wenig an Dich.
fragmente antwortete am 17. Okt, 14:43:
Ich habe prompt vom Meer geträumt in dieser Nacht. Einem Meer nach der globalen Erwärmung. Es war schwül und wir lebten in Strohhütten, und immer donnerten die Wellen, drohten, uns wegzuspülen.
MedisonX antwortete am 17. Okt, 20:52:
...aber sie drohten nur, nicht wahr?
Denn wir waren uns zu nahe, als dass sie uns hätten wegspülen können... Oder so ähnlich... Nun ja, tatsächlich tobten heute Nacht ausserhalb Deiner Träume keine Wellen. Das Wasser kräuselte sich nur – ganz im Sinne von von Düffel – und die Temperaturen waren auch unerwartet milde. Es lockten ganz fette HipHop Beatz, die, wie sich alsbald herausstellte, aus einem Kleinwagen tönten, der bei genauem Hinsehen eigentlich ein einziges Soundsystem war. Die Anlage füllte Kofferraum und Rücksitze aus... Mächtig, mächtig. Und was machten die beiden dazugehörigen hippen Hopper? Nun ja – ich hörte ihnen lange schweigend an der Kaimauer 6 m über der Wasseroberfläche sitzend zu - sie waren mit mehreren A N G E L N unterwegs - und war mir sicher, dass das Frau Fragmente wohl gefallen auch hätte.
fragmente antwortete am 18. Okt, 01:18:
Verzeihung, ich war schon wieder ungewollt kitschig...mit "uns" meinte ich die Dorfgemeinschaft. Ausnahmsweise war es mal ein männerloser Traum.Angeln und ich, das ist gefährlich, ich beiße ja bei jeden noch so kleinen Wurm sofort an.
Ansonsten mag ich nicht mehr an Menschen erinnert werden, die am Wasser wohnen. Ich finde, ich habe jetzt genügend gebüßt für meine Entgleisungen, oder?
.meike meinte am 17. Okt, 01:28:
indisch
mir hilft ganz fantastisch indisches essen. wenn mich die schwere packt und ich gar nichts mehr fühle oder fühlen will, dann erinnere ich mich hoffentlich daran, zum inder zu gehen. die gewürze stimulieren meine nerven und ob ichs will oder nicht - ich fühle wieder was.
zeitgenossen meinte am 17. Okt, 09:29:
Dann verrat ich's
mal vorab. Die Liste ist voll blöd und mein 85 involviert keinen Menschen, sondern einen Magneten in Form eines Doughnuts.
fragmente antwortete am 17. Okt, 14:32:
Frau Zeitgenossin, Sie sind einfach toll. Sie zu lesen, macht alles besser. (Sie haben ein schönes Dekollté, übrigens.)
zeitgenossen antwortete am 17. Okt, 14:37:
Das freut mich
jetzt total, dass Sie das sagen.fuss meinte am 17. Okt, 10:13:
mir hilft ein gutes gespräch, indem ich sprechen darf und nicht immer nur zuhören muß.
kdany meinte am 17. Okt, 10:32:
kein ratschlag,
zumal es mir selbst NICHT gelingt. aber: schon während der wochentage das we (vor-)planen mit terminen und dates (voll-)plastern bekämpft jegliche we-schwermut...nachdem ich lieber spontan treffen vereinbare, gelingt mir das nie...
untergang meinte am 17. Okt, 10:41:
scheint so als würden meine schwermutbekämpfungsstrategie etwas aus der reihe tanzen, aber sie wirkt (bei mir zumindest) garantiert: pizza, guter(!) rotwein und ein horrorfilm.da es bei mir meistens abends ist wenn es mich packt ist es auch zeitlich ganz gut, sonst (tagsüber) hilf gelegentlich dido, oder auch sehr gut etwas sport (joggen oder radfahren).
chrisx antwortete am 17. Okt, 11:36:
einfach
why can't i be you aufdrehen und die tanzschritte aus dem video nachmachen. danach fenster aufreissen und "ich liebe euch alle" raus schreien. danach tee mit milch und 5 teelöffeln zucker und vielleicht noch am bahnhof diese weißen mäuse zum essen kaufen und dann ists gut.
bionaut meinte am 17. Okt, 23:59:
Mir hilft es, mit ...
... gutem Gewissen und aus tiefster Überzeugung zu "sündigen", und zwar z. B. so --> http://www.sinnvolleschokolade.de/htdocs/shop.html ;-)
kid37 antwortete am 18. Okt, 12:56:
Schokolade ist immer gut.
ker0zene meinte am 18. Okt, 14:40:
Mir hilft...
...."You can't bring me down" von den Suicidal Tendencies, besonders in Lautstärken > 8. Und laufen bei Nieselregen, unter Wollmütze und Regenjacke schwitzend, bis der Schwermut nicht mehr mitkommt.. Bedingungen, die sich in der depressiven Jahreszeit leicht finden lassen.
autofab antwortete am 22. Okt, 15:52:
machen sie sich mal so richtig lächerlich, so dass die menschen über sie lachen. und sie auch. es hilft, sich nicht mehr so ernst zu nehmen und die sorgen, die man hat.
fragmente antwortete am 22. Okt, 16:02:
Ich weiß, Sie finden mich lächerlich. Dennoch - oder gerade deswegen- möchte ich Ihnen für das Löschen eines bestimmten Eintrages Ihres Weblogs danken.Vielleicht sollten Sie dasselbe mit dem Bookmark meines Weblogs tun.
