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Geträumt, ich stehe mit den Bandmitgliedern von The Cure am Bahnsteig in Brighton. Ich arbeite für sie, nichts großes, stagehand. Meine Aufgabe ist es, sie in den Zug zu setzen - schwierig, denn sie sind betrunken. Robert Smith, die Augen ganz leer, dreht sich um, geht, läßt sich nicht aufhalten, geht an den Strand von Brighton, geht ins Meer.
In meinem nächsten Traumbild liegt er bleich und nass im Sand, ein älteres Pärchen beugt sich über ihn, und ich, hilflos und entsetzt daneben. Man muß einen Krankenwagen rufen!
Im Krankenhaus spuckt ein alter Nadeldrucker seine Biowerte auf Endlospapier aus. Blutalkohol 20 Prozent. Die ganze Notaufnahme ist voll von Cure-Fans, die mich fragen: ist er tot?
Ich gehe in das Behandlungszimmer und bürste ihm die Haare; er ist traurig und teilnahmslos. Da kommt mir eine Idee: wir könnten doch einfach behaupten, er sei gestorben? "Willst Du das?", frage ich ihn. Zum ersten Mal: ein Funkeln in seinen Augen.
Plötzlich sind da Kettenglieder, und ich weiß, ich muß sie aufstemmen, aufhebeln. Dann schneide ich Robert Smith die Haare ab, damit ihn niemand erkennt. Zum Schluß sagt er etwas. Eigentlich ist es eine Frage: "nobody owns me any more?".
Nein, sage ich, du bist frei, und fühle mich dabei glücklich, als ob ich das richtige getan hätte.
Nick_Melville meinte am 19. Apr, 23:48:
wow. was für ein KLASSE traum. da bleiben mir die ratschläge nur so im hals stecken!
ein vor neid grüner
melville 
glamourdick meinte am 20. Apr, 07:49:
setting free the dancing bear! 
chrisx meinte am 20. Apr, 12:28:
wenn er das geträumt hätte, wärs wohl ein song geworden. "nobody owns me anymore" - wie gemacht für ihn. in london sah er sehr glücklich aus, seit langem mal wieder. nicht bühnenglücklich, sondern echt. 
fragmente antwortete am 20. Apr, 13:22:
"End" geht vielleicht in die Richtung.
Ich war leider nicht in London, aber der Mitschnitt ist klasse.

Die meisten Curefans, die ich kenne, träumen hin und wieder von The Cure/ Robert Smith, z.B. daß sie mit ihnen auf der Bühne stehen.
In meinen Träumen symbolisiert Robert oft mein inneres Kind, das wütend und trotzig ist und sich jeder Vernunft entzieht. Ein exzentrischer Star eben... 
chrisx meinte am 20. Apr, 17:24:
dieses bild symbolisiert er für viele, auch für mich. besonders im musikalischen sinn. andererseits: er "darf" ja auch so bleiben, ohne einen alltag der ihm das abtrainiert. vielleicht identifizieren sich deshalb so viele auch so sehr mit seiner person. weil sie danach suchen, weil sie es verlernt haben.

london war wirklich schön, besonders wegen der halle. schade, dass du es nicht sehen konntest - aber im herbst gehts ja wieder los. 
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