Ich beobachtete: Es gibt einen Vorteil, den das Wissen bietet, aber nicht das Unwissen, wie es einen Vorteil gibt, den das Licht bietet, aber nicht die Dunkelheit:
Der Gebildete hat Augen im Kopf, der Ungebildete tappt im Dunkeln. Aber ich erkannte auch: Beide trifft ein und dasselbe Geschick. (Koh 2,13-14)
Wenn ich aufschreibe, was mir durch den Kopf geht, was ich empfinde, vielleicht gelingt es mir dann, Verknüpfungen zu machen, eine Serie zu bilden, die Punkte zu einer Kurve zu verbinden und zu interpretieren, Konsequenzen zu ziehen: das Leben festhalten.
(der erste Beitrag in diesem Weblog).
Ja, ich habe Erkenntnisse gezogen aus diesem Weblog. Ja, dieses Wissen hat mich dazu gebracht, das eine oder andere zu verändern. Doch in meinen Aufzeichnungen finde ich viele Ereignisse, die sich meinem Einfluß ganz und gar entzogen haben. Der Spielraum, den man hat, ist begrenzt von Schicksal und Zufall, von Arbeit- und Gesetzgebern, von wirtschaftlicher Lage und sozialem Umfeld. Das Licht meines Verstandes ist schwach, meine Einsicht gering, aber: ich lerne dazu. Und lerne auch, anzunehmen, was ich nicht ändern kann.
Der Gebildete hat Augen im Kopf, der Ungebildete tappt im Dunkeln. Aber ich erkannte auch: Beide trifft ein und dasselbe Geschick. (Koh 2,13-14)
Wenn ich aufschreibe, was mir durch den Kopf geht, was ich empfinde, vielleicht gelingt es mir dann, Verknüpfungen zu machen, eine Serie zu bilden, die Punkte zu einer Kurve zu verbinden und zu interpretieren, Konsequenzen zu ziehen: das Leben festhalten.
(der erste Beitrag in diesem Weblog).
Ja, ich habe Erkenntnisse gezogen aus diesem Weblog. Ja, dieses Wissen hat mich dazu gebracht, das eine oder andere zu verändern. Doch in meinen Aufzeichnungen finde ich viele Ereignisse, die sich meinem Einfluß ganz und gar entzogen haben. Der Spielraum, den man hat, ist begrenzt von Schicksal und Zufall, von Arbeit- und Gesetzgebern, von wirtschaftlicher Lage und sozialem Umfeld. Das Licht meines Verstandes ist schwach, meine Einsicht gering, aber: ich lerne dazu. Und lerne auch, anzunehmen, was ich nicht ändern kann.
fragmente - am 2005-11-17 14:32 - Rubrik: warum machen Sie das eigentlich
glamourdick meinte am 17. Nov, 14:46:
das leben entzieht sich gerne mal dem eigenen einfluss. aber so bleibt es spannend.auch, wenn man auf manches spannungselement gerne mal verzichten könnte.
Grau meinte am 18. Nov, 19:44:
Im letzten Sommer hat ein Satz mein Leben eine Wendung gegeben: "Die besten Jahre liegen noch vor mir." ich versuche danach zu handeln.
kid37 antwortete am 19. Nov, 00:34:
Das ist deutlich anders als mein Credo, das ich von Bernadette La Hengst übernommen habe: "Der beste Augenblick in deinem Leben - ist gerade jetzt gewesen."
Das lehrte mich, nicht ewig auf's morgen zu warten. Tu es jetzt.
Grau antwortete am 19. Nov, 15:38:
Gut gekontert, wobei das eine das andere nicht ausschließt. Physikalisch vielleicht, okay. Meine Altersgenossen (Ü50) wehmütigen vergangenen Großtaten hinterher. BTW: Wenn der ein oder andere gerade gewesene Telefonanruf, Autounfall, Sex, Radiojingle, Talkmaster, Vogelschiß oder gute Ratschlag eines guten Freundes der beste Augenblick meines Lebens gewesen war...da ist eine große Portion eines ganz besonderen Humors vonnöten, ist es nicht?
kid37 antwortete am 20. Nov, 01:50:
Ja. Das ist dann das Bittere.
